Das Bürogebäude Karl Köhler GmbH gewinnt den Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg

Am 30.03.2020  erhielt das Verwaltungs- und Sozialgebäude der Karl Köhler GmbH den Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg in der Sparte Gewerbebau. Aus 122 eingegangenen Bewerbungen, von denen 24 Bauten in einem Mehrstufenverfahren nominiert wurden, haben acht Bauten einen Preis gewonnen und 16 weitere eine Auszeichnung erhalten.

Das Land würdigt mit diesem Preis zum 2. Mal besonders innovative, beispielhafte und übertragbare Lösungen für die planerischen und baulichen Herausforderungen. Ausgelobt wurde der Preis durch das Wirtschaftsministerium.

„Der überraschenden Vielfalt unterschiedlicher räumlicher Erlebnisse im Inneren steht ein ruhiges, in Gestalt und Bauqualität überzeugendes Äußeres gegenüber.“

Unser Bürogebäude, das 2015 fertiggestellt wurde, genießt in der Fachwelt schon länger einen guten Ruf.  2016 kamen wir auf den 3. Platz bei „Geplant und Ausgeführt”, 2017 erhielten wir eine Anerkennung beim Immobilien-Award in der Kategorie Büroimmobilien und im selben Jahr wurde das Gebäude auch mit dem „Hugo-Häring-Preis“ ausgezeichnet.

Mit dem Staatspreis Baukultur in der Sparte Gewerbebau wird unsere Gebäude ausdrücklich als eine „baukulturelle Visitenkarte“ gewürdigt, in der sich „Ästhetik, Regionalität und Ressourcenschonung“ verbinden.  (Download: Urkunde KK Staatspreis Baden Württemberg.pdf)

Im folgenden Filmausschnitt können Sie die Festansprache zur Bekanntgabe und Ehrung der Staatspreise und Anerkennungen im Bereich Gewerbe- und Industriebau anschauen:

“Mit dem Staatspreis Baukultur zeichnen wir qualitätvolles und zukunftsgerechtes Bauen aus. Bei allen Herausforderungen, die sich Bauherren und Projektträger heute stellen, braucht es ermutigende Impulse und Anregungen für innovatives Planen und Bauen”, so die zuständige Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Auszug aus der Jurybewertung zum Bürogebäude Karl Köhler GmbH:
“Der zweigeschossige „schwebende“ Sichtbetonbau ohne Dehnungsfugen ist gekennzeichnet durch die reduziert-klare, kompakte Form und die tief angeordneten, großformatigen Fenster. Deren Schattenfugen dienen zur Aufnahme der Entwässerung und des Sonnenschutzes. Der Neubau beherbergt neben Empfangs- und Büroräumen auch eine Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche und eine großzügige, begrünte Dachterrasse für die Belegschaft. Das zweigeschossige Atrium mit indirekten Oberlichtern bildet den multifunktionalen Mittelpunkt des Gebäudes. Der stützenfreie Innenraum und die verglasten Bürotrennwände werden von einer Sichtbetondecke überspannt, die auf zwei innenliegenden Stahlbeton-Erschließungskernen und außenliegenden Stahlbetonstützen und Scheiben ruht.

Steinmetzmäßig bearbeiteter „mittelgespitzter“ Sichtbeton, Natursteinböden aus Crailsheimer Muschelkalk sowie raumhohe Verglasungen und Holzeinbauten geben dem Neubau auch innen eine robuste und gleichzeitig wertige Ausstrahlung und Atmosphäre. Eine zeitgemäße Haustechnik und Energieversorgung (Aktivdecke, Geothermie, mechanische Be- und Entlüftung) ergänzt das schlüssige Konzept.”

Mehr Informationen  finden Sie auf der Seite Baukultur Baden-Württemberg.


DETAILS:

PROJEKTTRÄGERIN
Karl Köhler GmbH

ENTWURF
wittfoht architekten bda, Stuttgart

FERTIGSTELLUNG
2015

FACHPLANUNG

Tragwerksplanung:
HELBER+RUFF Beratende Ingenieure PartG mbB, Ludwigsburg

Geothermie:
tewag Technologie – Erdwärmeanlagen – Umweltschutz GmbH, Starzach

Haustechnik:
Ingenieurbüro für Versorgung stechnik Detlef Steger, Neuhausen

Elektrotechnik:
Wolfgang Hauger, Planungsbüro für Elektrotechnik, Ludwigsburg

Akustik + Thermische Bauphysik:
Bobran Ingenieure, Stuttgart