Brücke als Kreuzungsbauwerk B10/B463 Pforzheim Projektdaten Adresse: Auftraggeber: Architekt: Baubeginn: Fertigstellung:
B10 über A 8
Pforzheim
RP Karlsruhe; Fa. Reif GmbH
76437 Rastatt
Acerplan + Münnich Planungsgesellschaft mbH
73431 Aalen
08.2010
05.2011
Projektbeschreibung
Zur Herstellung der neuen Westtangente wurde der Anschluss Pforzheim West an die A 8 über die B10 Pforzheim/Nagold geführt. Hierfür wurde ein Brückenbauwerk als schlaff bewehrter Stahlbetonrahmen hergestellt. Die in die gemeinsamen Widerlager eingespannten Überbauten wurden je Richtungsfahrbahn getrennt ausgebildet. Widerlage und Überbauten wurden jedoch zu einem integralen Bauwerk verbunden.
Die Überbauten haben eine veränderliche Bauhöhe von 80 - 135 cm. Die Unterkante ist bogenförmig ausgerundet. Die daran seitlich anschließenden Kragarme haben eine Dicke von 35 - 45 cm. Die Rahmenwände sind erdseitig senkrecht und luftseitig schräg nach innen geneigt. Dadurch verändert sich die Dicke von 120 cm am Fundamentanschluss und 220 cm am Anschluss zu den Überbauten. Die Flügelwände haben eine Dicke von 100 cm , die jedoch im Bereich des später montierten Verblendmauerwerks auf 70 cm verringert wird und gründen, wie auch der restliche Rahmen, über einer Pfahlkopfplatte auf Pfählen. Die Ecken zwischen Flügel und Widerlagerwand sind luftseitig mit einem Radius von 80 cm ausgerundet.
Die Breite zwischen den Außengeländern beträgt 21,50 m, die Länge 25,15 m und die Höhe über der Fahrbahn 4,70 m.
Ebenfalls in unserem Auftragsumfang enthalten waren folgende Ausstattungsleistungen:
Kappen aus frost-, tau-, salzbeständigem Stahlbeton,
Abdichtung der Brückenflächen,
Brückenentwässerung und Betonfertigteile als Geländerabschluss.
Aufgabenstellung
Durch den Kreuzungswinkel von 81,32 gon ( 73,12 °) zwischen B 10 und der neuen Trassierung der B 463 sind die Ecken der Flügel zur Widerlagerwand nicht rechtwinklig. Zusätzlich ist die Widerlagerwand um 10 ° geneigt und die Ecke rund. Dies war eine große Herausforderung für die Arbeitsvorbereitung der Schalung und für das Personal vor Ort. Da die Neigung der Widerlagerwand nur 10° beträgt, wurde die Abschalung der überhängenden Wand mit Schalungseinlagen gewählt. Für die Sichtflächen der Widerlager sind im Wechsel gehobelte Brettschalung und glatte Schalplatten gefordert.
Da die Widerlager durch eine Scheinfuge gemäß RZ Fug 2 getrennt waren, mussten die sie je in 2 Abschnitten betoniert werden. Das luftseitige Fugenband verläuft gemäß dem Schalungsverlauf in 2 Achsen geneigt und das erdseitige lotrecht. Dies verlangte eine Abschalung, die in 2 Ebenen geneigt herzustellen war.
Die Überbauschalung wurde durch Bogenschablonen hergestellt, die auf einem Stahltraggerüst aufgelegt wurden. Die Kragarmschalung wurde durch Nagelplattenbinder unterstützt, die für den 2. Überbau nur leicht abgeändert wiederverwendet werden konnten. Der gesamte Überbau wurde in gehobelter Brettschalung zu betoniert.
Karl Köhler GmbH
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