Wasserbau









Schleuse, Hessigheim

Projektdaten

  • Ingenieur- und Brückenbau
  • Wasserbau
  • Rohbau

Adresse:
Brückenstraße
74394 Hessigheim

Auftraggeber:
Eiffel Deutschland Stahltechnologie GmbH
30179 Hannover

Baubeginn:
12.2013

Fertigstellung:
08.2014


Projektbeschreibung

Die Schleuse Hessigheim wurde 1952 mit einer Schleuse (linke Kammer), einem Wehr sowie einem Kraftwerk am linken Ufer errichtet. Eine Erweiterung der Schleusenkammer (rechte Kammer) am rechten Ufer wurde 1961 fertiggestellt. Durch einen Schadensfall wurde ein Tor der linken Kammer 2010 irreparabel beschädigt. Wegen dieses Schadens ist die linke Kammer seither außer Funktion. Aufgrund des Alters sowie des baulichen Zustandes der Tore müssen beide Tore zur Wiederinbetriebnahme der linken Kammer erneuert werden.

Vor dem Austausch der Antriebstechnik und der Tore ist eine umfangreiche Anpassung des Massivbaus im Torkammerbereich notwendig. Für diese Arbeiten hat die Firma Karl Köhler GmbH in Zusammenarbeit mit dem GU Eiffel Deutschland Stahltechnologie GmbH den Auftrag erhalten.


Aufgabenstellung

Bereits die Baustelleneinrichtung sowie die Baustellenlogistik stellt höchste Ansprüche an Planung und Ausführung - beide in der Schleusenkammer zu platzierende Kräne sind von einem sehr ungünstig gelegenen, dezentralen Autokranstandplatz zu montieren, ein Kran ist mit Hilfe einer Gleisanlage an seinen endgültigen Standort zu versetzen. 

Die eigentliche Bauaufgabe besteht aus detaillierten Ab- und Ausbrucharbeiten aus dem bestehenden Schleusenbauwerk unter Erhalt der Bewehrungen zur Verknüpfung mit den neu herzustellenden Bauteilen wie Torrahmenanlagen, Torlager sowie Gruben und Nischen für die Antriebstechnik. Ebenso sind Bauwerke zur Einhausung der Antriebstechnik und Energieversorgung zu erweitern bzw. neu herzustellen. Die besonderen Herausforderungen liegen in den komplexen Abläufen mit einem hohen Maß an Parallelität, dem Ineinandergreifen der verschiedenen Gewerke wie Stahlbetonarbeiten, Stahlwasserbau usw. und deren Montageabläufe unter dem uneingeschränkt zu gewährleistenden Schiffsverkehr. Ebenso anspruchsvoll wie die zum Einsatz kommenden Sonderbetone und Sonderschalungen sind die Verankerungen der vorhandenen mit den neu herzustellenden Bauteilen untereinander mit bis zu 15m langen GEWI-Ankern. Nicht zuletzt stellen die geforderten Genauigkeiten für die gesamten Bauteile im unteren einstelligen Millimeterbereich höchste Anforderungen an die Baustellenvermessung.