Brückenbau







Brücke über B 295, Weilimdorf

Projektdaten

  • Ingenieur- und Brückenbau
  • Brückenbau
  • Rohbau

Adresse:
B 295
70499 Stuttgart-Weilimdorf

Auftraggeber:
Regierungspräsidium Stuttgart Ref. 47.4
70565 Stuttgart

Baubeginn:
06.2017

Fertigstellung:
12.2017


Projektbeschreibung

Auf der Gemarkung von Weilimdorf wurde eine hölzerne Wirtschaftswegbrücke aus den 1980er Jahren, welche über die B 295 führt, aufgrund fortgeschrittenem Verfall erneuert. Der Überbau wurde durch eine zukunftsfähige Stahlkonstruktion ersetzt werden, die Unterbauten wurde aus wirtschaftlichen Gründen teilweise erhalten bzw. ertüchtigt und umgebaut.

Die Baumaßnahme umfasste den Abbruch des alten Überbaus sowie die Herstellung des neuen Stahl-Überbaus als 2-Felder-Träger mit geschlossenen Hohlkästen und einer Mittelunterstützung. Er besitzt eine Gesamtspannweite von ca. 41m und wurde in zwei Teilen auf die Baustelle geliefert. Die Widerlager und die Flügel blieben vom Grundsatz her erhalten. Der neue Überbau wurde auf den bestehenden Auflagerbänken, die entsprechend angepasst und ertüchtigt wurden, aufgesetzt. Die beiden alten Schrägstützen entfielen, das Mittelfundament wurde abgebrochen und - auf die neuen Anforderungen angepasst - neu hergestellt.

Im Zuge der Arbeiten wurde auf der Bundesstraße zudem ein neues Fahrzeugrückhaltesystem mit Anpralldämpfer und Betonleitwände installiert.


Aufgabenstellung

Das Bauwerk liegt im Landschaftsschutzgebiet, auf dem Überbau wurden Mauereidechsen gefunden. Zum Schutz der Tiere war der Bauablauf mit der ökologischen Baubegleitung abzustimmen.

Für die Abbrucharbeiten sowie das Einheben des Überbaus war es erforderlich, die stark frequentierte Bundesstraße komplett für den Verkehr zu sperren, was nur am Wochenende möglich war und umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen sowie Wochenendeinsätze mit sich brachte. Die provisorische Verkehrsführung musste für die unterschiedlichen Bauphasen zudem mehrfach entsprechend angepasst werden. Die Arbeiten am Mittelstreifen erfolgen unter beengten Platzverhältnissen als "Inselbaustelle".

Um die vorhandenen Auflager weiter nutzen zu können mussten die alten Lagerkonstruktionen unter Erhalt der Bewehrung ausgebrochen werden und neue Widerlager, Lagersockel und Flügelwände durch das Einbringen von Klebearmierung hergestellt werden.